Anlässlich des Vorhabens der EU-Kommission, erneut gegen das VW-Gesetz zu klagen, erklärt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall am Konzernsitz Wolfsburg, Frank Patta: “Ich bin empört über die Überlegungen der EU-Kommission, das VW-Gesetz erneut vor den Europäischen Gerichtshof bringen zu wollen. Trotz der bitteren Erfahrungen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre halten die Kommissare an ihrem neoliberalen Irrweg fest.” Mehr »
„Man ist nur in einer Gemeinschaft stark“
WN: Wenn es die IG Metall Wolfsburg nicht gäbe, was wäre womöglich in Ihrem Leben anders verlaufen?
Frank Patta: (lacht) Dann hätte eine IG Metall gegründet werden müssen. Nein, ernsthaft: Ich komme vom Bau und war auch da schon in der Gewerkschaft. Denn ich bin davon überzeugt, dass man nur in einer Gemeinschaft stark ist. Jeden Tag muss man sich auf neue Situationen einstellen. Hier lernt man Demokratie, Disziplin und in Krisen, Lösungen zu suchen. Das setzt lebenslanges Lernen voraus – das alles bietet die IG Metall.
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Patta: „Respekt und Demokratie wählen“
Die IG Metall Wolfsburg ist seit Montag offiziell Mitglied des bundesweiten Respekt-Netzwerkes. Das symbolisiert ein weißes Schild, das vom 1. Bevollmächtigten Frank Patta und Vize-Chef Lothar Ewald eigenhändig im Eingangsbereich des Gewerkschaftshauses angebracht wurde.
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Warum sollen IG Metaller in Stadträten mitmischen?
Am 11. September finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Für die IG Metall ein wichtiges Datum?
Frank Patta: Ganz sicher. Ob Kindergartenbeiträge, Schulwege, Gebühren für Strom und Wasser, Straßensanierung – in den Gemeinde-, Orts- und Stadträten werden viele Dinge entschieden, die uns als Arbeitnehmer unmittelbar betreffen.
„Wir wollten Stein ins Rollen bringen“
Frank Patta begrüßt die faire Debatte um das Kommunalwahlrecht. „Es ging nie um eine Sonderbehandlung für mich“, stellt er fest. Er habe mit seinem Signal eine Diskussion anstoßen wollen, wie man gesellschaftspolitisches Engagement für die kommunalen Parlamente sichern könne. Die Frage sei doch, ob es noch zeitgemäß sei, auf den Sachverstand und die Erfahrung von Bürgerinnen und Bürgern im Rat zu verzichten, nur weil diese wenige Kilometer außerhalb der Stadtgrenzen wohnen. Natürlich plädiere auch er nicht dafür, dass Menschen sich ihren Wahlkreis wahllos aussuchen können. Mehr »
